Solarladung und Akku
Sensoren und Ventile von MIYO sind solarbetrieben: Ein integriertes Solarpanel lädt den eingebauten Akku. Es sind keine Batteriewechsel nötig – vorausgesetzt, die Geräte bekommen genug Helligkeit im Außenbereich. Der Cube selbst läuft am Stromnetz und hat keinen Akku.
Diese Seite fasst zusammen, wie Ladung und Akku funktionieren, was du in der App siehst und worauf es bei Aufstellung, Saisonstart und Winter ankommt.
Grundprinzip
- Das Solarpanel wandelt Licht in elektrische Energie um und lädt den Akku nach.
- Der Akku versorgt Funk, Messungen und (am Ventil) das Öffnen/Schließen – auch nachts und bei bewölktem Wetter.
- Innenbetrieb der Sensoren und Ventile ist nicht vorgesehen: Hinter Fensterglas lädt das Panel praktisch nicht.
Das Panel ist effizient und arbeitet auch mit diffusem Licht. Direkte Sonne ist hilfreich, aber nicht zwingend. Auch nordseitig ausgerichtete Geräte können gut laden, solange es hell ist. Installationen in Gewächshäusern funktionieren bei manchen Anlagen – ob der Solarertrag ausreicht, muss man vor Ort prüfen; eine pauschale Garantie gibt es dafür nicht.
Solarladungsregeln (Richtwerte)
| Thema | Orientierung |
|---|---|
| Lichtbedarf | Kein Dauer-Vollsonne nötig – Helligkeit reicht |
| Erhalt der Ladung | ca. 1 Stunde starkes Licht pro Tag genügt in der Regel (beim Doppelventil oft schon ca. 15 Minuten pro Tag) |
| Voll aufladen | ca. 40 Sonnenstunden bis der Akku voll ist |
| Saisonstart | Geräte idealerweise ca. 5 Tage in der Sonne vorladen |
| Kapazität | ca. 800 mAh – grob bis ca. 60 Tage Laufzeit ohne Nachladen (je nach Nutzung und Temperatur) |
Zum Erhalten der Ladung im laufenden Betrieb reicht oft wenig tägliches Licht; ein vollständig entleerter Akku braucht deutlich mehr Zeit in der Sonne.
Inbetriebnahme und leerer Akku
- Vor dem ersten Einsatz: Geräte mindestens ca. 2 Stunden in die Sonne legen.
- Akku leer: eher einen Tag laden; abends nach starker Entladung nicht sofort einen langen Bewässerungsbetrieb erwarten.
- Keine LED beim Einlernen: oft leerer Akku → Gerät mindestens ca. 4 Stunden in die Sonne legen (nicht hinter Glas).
- Aufladen hinter einer Fensterscheibe funktioniert nicht zuverlässig.
Nach der ersten erfolgreichen Installation bleibt die automatische Bewässerung aus Sicherheitsgründen oft gesperrt, bis der Akku des Ventils ausreichend nachgeladen wurde (in der Praxis u. a. eine Phase von etwa 60 Minuten Ladezeit). Manuell (Jetzt bewässern) ist in dieser Zeit oft trotzdem möglich.
Was die App anzeigt – und was nicht
- Es gibt keine klassische Akku-Prozentanzeige wie bei einem Smartphone. Die Balken an Sensor und Ventil in der App zeigen in der Regel die Funksignalstärke, nicht den Ladezustand.
- In den Gerätedetails und der Statistik siehst du u. a. Helligkeit (Lux) – das hängt eng mit dem zu erwartenden Solarertrag zusammen – sowie Meldungen/Alarme bei Problemen.
- Ladungsstunden berechnet der Cube erst, nachdem das Gerät mit dem Cube verbunden ist. Haben die Geräte vorher unverbunden in der Sonne gelegen, startet der Zähler dennoch bei 0. Deshalb kann die App „noch nicht genug geladen“ melden, obwohl das Gerät draußen schon länger lag.
Solarspannung: In den Gerätedaten bzw. im Systemkontext spielt die am Panel gemessene Spannung eine Rolle (u. a. als Indikator, ob gerade sinnvoll geladen werden kann). Für Firmware-Updates von Sensor und Ventil gilt z. B.: Das Update wird über Funk installiert, sobald die Solarspannung am Gerät über etwa 3,9 V liegt – also bei ausreichendem Lichteinfall auf dem Panel.
Einfluss auf die Bewässerung
Wenn die Kreiseinstellung Akkuladung berücksichtigen (bzw. Batterieladung berücksichtigen) aktiv ist:
- Bei zu geringer Ladung bzw. unzureichender Nachladung kann die Automatik Ventile nicht öffnen oder den Kreis sperren.
- Start-Button ausgegraut oder Bewässerung startet nicht: u. a. laufendes Update oder noch nicht die Mindest-Ladezeit (z. B. ca. 2 Ladungsstunden seit Verbindung mit dem Cube). Status in der Detailansicht von Sensor und Ventil prüfen.
Bist du sicher, dass das Ventil ausreichend geladen ist, kannst du die Option Batterieladung berücksichtigen am Bewässerungsbereich vorübergehend abschalten – dann blockiert die Lade-Logik die Bewässerung nicht mehr (Geräte können trotzdem offline oder wirklich leer sein). Details zur Automatik siehe Automatische Bewässerung.
Standort: Solarpanel frei halten
- Solarfläche nicht mit Laub, Erde oder Abdeckungen zudecken.
- Möglichst heller Standort; dauerhaft dunkle Nischen vermeiden.
- Sensor nicht in einer Senke „verstecken“, wo wenig Licht ankommt.
- Die Antenne sitzt hinter dem Solarpanel – Aufstellung betrifft also Ladung und Funk zugleich (siehe Funk).
Bei sehr schattigen Standorten können Geräte längere Kommunikationsintervalle nutzen, um Energie zu sparen (in der App sichtbar). Das Mindestintervall lässt sich anpassen, wenn der Standort nur wenig Sonne hat. Unser standardmäßig aktiviertes Energiemanagement passt die Kommunikationsintervalle automatisch an.
Winter und Frühjahr
Frost kann Kunststoff und Akkus schädigen. Spätestens bei Temperaturen unter ca. 4 °C:
- Geräte gut laden (viel Sonne), dann Wintermodus in der App aktivieren und Geräte ins Haus nehmen (trocken lagern).
- Im Wintermodus senden Geräte seltener (z. B. alle 4 Stunden) und der Akku hält bei voller Ladung oft mehrere Monate ohne Nachladen.
- Laden im Wintermodus ist möglich und sinnvoll, solange es über ca. 4 °C und hell ist – der Ladevorgang funktioniert unabhängig vom Betriebsmodus.
Im Frühjahr: Cube wieder anschließen, Geräte an die Sonne legen, Wintermodus beenden, montieren. Vor dem Saisonstart wieder die Solarladungsregeln beachten (z. B. mehrere Tage vorladen).
Typische Probleme
| Symptom | Häufige Ursache | Was tun |
|---|---|---|
| Gerät nicht erreichbar, Alarme zu Akku | Akku leer | Mind. ca. 4 Stunden Sonne (nicht hinter Glas) |
| Automatik aus / startet nicht | Zu wenig Ladung, Ladezähler bei 0, Update | Status in der App, Standort prüfen, ggf. nachladen |
| „Bewässerung starten“ ausgegraut | Update oder Mindest-Ladungsstunden fehlen | Detailansicht prüfen; Zähler läuft erst nach Anbindung an den Cube |
| Schlechte Ladung trotz „Sonne im Garten“ | Panel im Schatten, Laub, Glas, zu dunkle Nische | Panel freimachen, helleren Platz wählen |
| Firmware-Update hängt | Zu wenig Licht / Solarspannung | Bei Sonne / heller Helligkeit warten (Solarspannung über ca. 3,9 V) |
Kurzüberblick
- Sensoren und Ventile: Solarpanel + Akku, kein Batteriewechsel
- Helligkeit draußen reicht oft; kein zuverlässiges Laden hinter Glas / im Innenraum
- Erhalt der Ladung mit wenig Tageslicht; Volladen und Saisonstart brauchen mehr Zeit in der Sonne
- App: keine Prozent-Akkuanzeige; Ladungsstunden erst nach Cube-Anbindung; Solarspannung u. a. für Updates relevant
- Automatik kann bei schwacher Ladung sperren – Einstellung Batterieladung berücksichtigen und Alarme beachten
- Wintermodus bei Frost, voll geladen einlagern, im Frühjahr wieder aufladen
Bei anhaltenden Problemen: support@miyo.garden bzw. die FAQ.
